Et voilà

Liebe Freunde des frankophonen Films,

auch in diesem Jahr wird es in der Neuen Film­bühne (Bonn) und im ODEON (Köln) Franzö­sis­che Film­tage nach dem seit über 10 Jahren bewährtem Muster geben. Wie in den let­zten Jahren sind wir stolz Ihnen 12 neue franzö­sis­che Filme präsen­tieren zu kön­nen. Fast alle Filme kom­men direkt von den Fes­ti­vals in Cannes und München nach Bonn. Wie jedes Jahr ver­suchen wir das gesamte Spek­trum des Franzö­sis­chen Films abzudeck­en.

Neu ist in diesem Jahr, dass wir mit den Fil­men des Pro­gramms vom 2.7. bis 13.7. ein zwei wöchiges Schulki­nofes­ti­val anbi­eten.

In diesem Jahr eröff­nen wir mit dem abwech­slungsre­ichen Liebes­dra­ma:

Mon­sieur et Madame (Die Poe­sie der Liebe) von Nico­las Bedos in dem der Regis­seur auch gle­ich die Haup­trol­le des leg­endären Schrift­stellers Adel­man spielt, anlässlich dessen Beerdi­gung seine Gat­tin die wech­selvolle Geschichte des Paares erzählt. Im Anschluss an die Vor­führung laden wir zum Eröff­nungsemp­fang.

Ava von Léa Mysius ist ein­er der beliebtesten franzö­sis­chen Fes­ti­val Filme. Die 13-jährige Ava, ver­bringt die Som­mer­fe­rien am Atlantik und ihre Mut­ter hat sich in den Kopf geset­zt, ein­fach so zu tun, als sei alles ganz nor­mal. Aber nichts ist nor­mal, Ava wird bald ihr Augen­licht ver­lieren. Daher stiehlt Ava einen großen schwarzen Hund, der eigentlich einem jun­gen Mann gehört, der sich auf der Flucht befind­et … aber sie braucht natür­lich bald einen Blind­en­hund.

Mar­vin von Anne Fontaine (Coco avant Chanel) erzählt von einem jun­gen Mann, der aus der Enge der Prov­inz aus­bricht, um sich am Paris­er The­ater mit Hil­fe von Isabelle Hup­pert, die sich selb­st spielt, neu zu erfind­en.

Daniel Auteuils Komödie Amoureux de ma femme (Ver­liebt in meine Frau) über unter­drück­te Begier­den bietet Daniel Auteuil, Gérard Depar­dieu, San­drine Kiber­lain, und Adri­ana Ugarte einen per­fek­ten Schlagab­tausch.

Le Maître est l’enfant (Das Prinzip Montes­sori — Die Lust am Sel­ber-Ler­nen) ist ein Doku­men­tarfilm über eine Montes­sori Vorschule in Frankre­ich der an den großen Pub­likum­sliebling „Être et avoir (Sein und Haben)“ erin­nert.

Le Semeur (Das Mäd­chen das lesen kon­nte) von Marine Fran­cen ver­filmt die auto­bi­ographis­che Erzäh­lung der süd­franzö­sis­chen Bäuerin Vio­lette Ail­haud. 1851 — Vio­lette und ihre Fre­undin­nen sind im heirats­fähi­gen Alter, als alle Män­ner ihres Bergdorfs in den Pyrenäen von Napoleons Sol­dat­en ver­schleppt wer­den. Die zurück­ge­bliebe­nen Frauen schaf­fen es mit vere­in­ten Kräften die Arbeit­en des Jahres­laufs zu bewälti­gen.

Jusqu’à la Garde (Nach dem Urteil) von Xavier Legrand ist ein hoch span­nen­der Thriller über einen Jun­gen der nach der Schei­dung sein­er Eltern ver­sucht die Eskala­tion der Lage zu ver­hin­dern.

12 Jours (12 Tage) Doku­men­tarfilm von Frankre­ichs berühmtem Doku­men­tarfilmer Ray­mond Depar­don. Zwölf Tage – das ist die Frist, inner­halb der­er in Frankre­ich ein Psy­chi­a­triepa­tient nach der Zwang­sein­weisung eine Anhörung vor Gericht bekom­men muss, rund 90.000 Men­schen durch­laufen jedes Jahr diese Proze­dur.

In Une sai­son en France von Mahamat-Saleh Haroun glänzen Eriq Ebouaney und San­drine Bon­naire in einem Dra­ma über eine afrikanis­che Flüchtlings­fam­i­lie in Frankre­ich.

L’Apparition (Die Erschei­n­ung) ist ein meis­ter­haft insze­niert­er Film von Xavier Gian­no­li (Madame Mar­guerite oder die Kun­st der schiefen Töne, Chan­son D’Amour) mit Vin­cent Lin­don und Galatea Bel­lu­gi. Der Jour­nal­ist Jacques (Vin­cent Lin­don) unter­sucht im Auf­trag des Vatikans eine Marien Erschei­n­ung. Bei seinen Recherchen ent­deckt er immer mehr Details die mit sein­er per­sön­lichen Geschichte zu tun haben.

Je me tue à le dire (Wenn ich es oft genug sage, wird es wahr!) diese bel­gisch, franzö­sis­che Komödie von Xavier Seron ist ein Meilen­stein des schwarz humori­gen Inde­pen­dent Kinos. Eine so ungewöhn­liche Geschichte haben wir seit Jahren nicht gese­hen.

La Vil­la (Das Haus am Meer) von Robert Guédigu­ian (Mar­ius und Jean­nette, Café Olympique) mit Ari­ane Ascaride, Jean-Pierre Dar­roussin, Gérard Mey­lan, Jaques Boudet, Anaïs Demousti­er u.a. vere­int alles was man vom franzö­sis­chen Kino erwartet, eine Fam­i­lien Geschichte schöne Land­schaften, markante Schaus­piel­er (die mit uns geal­tert sind) und ein vielschichtiges gesellschaftlich­es Engage­ment. Ein würdi­ger Abschlussfilm.

Ein span­nen­des Fes­ti­val wün­schen

Dieter Her­tel und Jür­gen Lütz

PS: Um Ihnen das Anschauen vie­ler Filme zu erleich­tern, gibt es – wie in den letz­ten Jah­ren – einen Fes­ti­val-Pass, mit dem Sie alle Fes­ti­val-Filme für ins­ge­samt 45,– € anschauen kön­nen.